Zurück zur Liste

Hilfe FAQ

Emmerich

Allgemeines

Häufigkeit
2919
Rang
973
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Emmerich, einer Nebenform von Amalrich. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch, altsächsisch amal , das auf das ostgotische Königsgeschlecht der Amaler zurückgeführt wird, und althochdeutsch rīhhi , altsächsisch rīki ‘Herrschaft, Herrscher, Macht; reich, mächtig’.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Emmerich, einer Nebenform von Heimrich. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch heim , altsächsisch hēm ‘Heim, Haus’ und althochdeutsch rīhhi , altsächsisch rīki ‘Herrschaft, Herrscher, Macht; reich, mächtig’.
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Emmerich, einer Nebenform von Erminrich. Der Rufname basiert auf den Namengliedern germanisch *ermana , *irmina ‘allumfassend, groß’ und althochdeutsch rīhhi , altsächsisch rīki ‘Herrschaft, Herrscher, Macht; reich, mächtig’.
  4. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Emmerich (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen). Zur Etymologie des Siedlungsnamens siehe Niemeyer 2012, Seite 157.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Emmerke(Ortsteil der Gemeinde Giesen, Landkreis Hildesheim, Niedersachsen; siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 437) oderEmmering(mehrfach in Bayern; siehe Naumann 2007, Seite 103). Diese Deutung ist aus lautlichen bzw. morphologischen Gründen unsicher und wegen der Verbreitung des Familiennamens weitgehend auszuschließen. Eine Siedlung Emmerich im ehemaligen Kreis Moers (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 437) ist nicht auffindbar.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Volker/Kohlheim, Rosa (2016): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen. 5. Auflage. Berlin. Hier S. 151.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 712-713.
  • Naumann, Horst (2007): Das große Buch der Familiennamen. Alter, Herkunft, Bedeutung. München. Hier S. 103.
  • Niemeyer, Manfred (Hrsg.) (2012): Deutsches Ortsnamenbuch. Berlin und Boston. Hier S. 157.
  • Seibicke, Wilfried (1996): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 1: A-E. Berlin und New York. Hier S. 640.
  • Steffens, Rudolf (2013): Familiennamenatlas Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland. Ubstadt-Weiher. Hier S. 14-15.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 437.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.09.2019
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Emmerich, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/974/1 >