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Ratzmer

Allgemeines

Häufigkeit
42
Rang
75054
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum pomoranischen bzw. polabischen Rufnamen *Ratimer. Der Rufname setzt sich aus den Namengliedern rat'- (< urslawisch *ratiti sę ‘kämpfen’) bzw. urslawisch *ratь ‘Krieg’) und mer- (< urslawisch *mirъ ‘Frieden’) zusammen (vergleiche dazu auch den altpolnischen Rufnamen Racimir). Der Rufname und letztlich auch der daraus entstandene Familienname liegt hier in lautlich eingedeutschter Form vor.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Rufname, siehe Rathmer 1. Zoder 1968, Band 2, Seite 361 erwägt eine Variante mit Lautverschiebung. Doch eine solche Entwicklung ist unwahrscheinlich; die althochdeutsche Entsprechung des altsächsischen Namenglieds rād lautet rāt .

Historischer Namenbeleg

Friedrich Wilhelm Ratzmer

Belegjahr
1822
Belegort
Lanzen (Kreis Neustettin)
Quellenangabe
www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=pielburg&ID=I5931, letzter Zugriff: 31.07.2017.

Ratimarus

Belegjahr
1234
Belegort
Garz auf Rügen

=

Ratimarus de Gardez

Belegjahr
1243
Belegort
Garz auf Rügen
Quellenangabe
Schlimpert, 1978, Seite 115.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Ratzmer war historisch ausschließlich in Pommern verbreitet (meta.genealogy, letzter Zugriff: 01.08.2017).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Schlimpert, Gerhard (1978): Slawische Personennamen in mittelalterlichen Quellen zur deutschen Geschichte. Berlin. Hier S. 115.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 361.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.09.2019
Zitierhinweis

Schiller, Christiane und Dräger, Kathrin, Ratzmer, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/75240/1 >