Zurück zur Liste

Hilfe FAQ

Rimkus

Allgemeines

Häufigkeit
508
Rang
7053
Sprachvorkommen
litauisch
Region
Ostpreußen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer litauischen Rufnamenkurzform mit dem Rufnamenglied rim- (< litauisch rìmti ‘zur Ruhe kommen’) zu Vollformen wie Rimgáila (vergleiche den Familiennamen Rimgaila), Taũtrimas (vergleiche den Familiennamen Tautrims) oder Gedrìmas (vergleiche den Familiennamen Gedrim). Es liegt eine Bildung mit dem Suffix -k vor.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer litauischen Rufnamenkurzform des zweistämmigen litauischen Personennamens Rìmkantas(siehe Vanagas 1989, Seite 610 und Zinkevičius 2008, Seite 317). Der Rufname Rìmkantas ist unter den Bildungen mit dem Rufnamenglied rim- (< litauisch rìmti ‘zur Ruhe kommen’ historisch relativ selten und korreliert nicht mit der Häufigkeit der Rufnamenkurzform Rimkus.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Übername zu litauisch rìmti ‘sich beruhigen’(siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 548). Derartige Bildungen auf der Grundlage eines Verbes mit dem Suffix -k sind im Litauischen nicht bekannt.

Historischer Namenbeleg

Rimkus (Rufname)

Belegjahr
1540
Belegort
Kattenau
Quellenangabe
Diehlmann, 2008, Seite 197.

Ensies Rimckus

Belegjahr
1736
Belegort
Powilken
Quellenangabe
Kenkel, 1972, Seite 111.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Der Familienname Rimkus war in Preußisch-Litauen, insbesondere in den Hauptämtern Tilsit und Memel verbreitet. Für 1736 werden ca. 10 Namenträger nachgewiesen (Kenkel 1972, Seite 266). Im Reichstelefonbuch von 1942 finden sich 15 Einträge für Rimkus , die sich in Ostpreußen konzentrieren (siehe Genevolu, letzter Zugriff: 13.10.2014. In Litauen konnten 1940 für den Familiennamen Rimkus 830 Vorkommen nachgewiesen werden (Vanagas 1989, Band 2, Seite 610).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Diehlmann, Hans Heinz (2008): Die Türkensteuer im Herzogtum Preußen 1540. Ragnit, Insterburg, Georgenburg und Saalau. Band 3. Hamburg. Hier S. 197.
  • Kenkel, Horst (1972): Amtsbauern und Kölmer im nördlichen Ostpreußen um 1736. Hamburg. Hier S. 111 und 266.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 548.
  • Schiller, Christiane (2008): Familiennamen preußisch-litauischer Provenienz in der Bundesrepublik. In: Zunamen – Zeitschrift für Namenforschung. 3/1. S. 38-58. Hier S. 46.
  • Vanagas, Aleksandras (1989): Lietuvių pavardžių žodynas. Band 2. Vilnius. Hier S. 610.
  • Zinkevičius, Zigmas (2008): Lietuvių asmenvardžiai. Vilnius. Hier S. 317.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Veröffentlichungsdatum
15.10.2019
Zitierhinweis

Schiller, Christiane, Rimkus, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/7057/1 >