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Ahl

Allgemeines

Häufigkeit
557
Rang
6419
Sprachvorkommen
deutsch
Herkunftsland
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch āl ‘Aal’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Aalfänger.
  2. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch āle ‘Ahle’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Schuhmacher oder Sattler. Eine Ahle ist ein in der Lederverarbeitung häufig verwendetes Werkzeug, mit dem Löcher gestochen oder geweitet werden können.
  3. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch āl ‘stinkender Schmutz; Jauche’ für jemanden, der an einer schmutzigen Stelle gelebt hat.
  4. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Ahl (Stadtteil von Bad Soden-Salmünster, Hessen).
  5. Benennung nach Rufname, siehe Adel 1. Es liegt eine Lautvariante mit Ausfall des d und Verkürzung zu einer Silbe vor.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Beruf zu mittelniederdeutsch āl ‘Ahle’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Schuhmacher oder Sattler. Eine Ahle ist ein in der Lederverarbeitung häufig verwendetes Werkzeug, mit dem Löcher gestochen oder geweitet werden können.
  2. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Ahlen (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg) oder Ahlum (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt) (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 150). Unsicher ist, ob bei der Bildung eines Herkunftsnamens die Siedlungsnamenendungen weggefallen sein können.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 150.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Simone Busley
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.05.2018
Zitierhinweis

Busley, Simone und Dräger, Kathrin, Ahl, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/6422/1 >