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Abay

Allgemeines

Häufigkeit
56
Rang
59405
Sprachvorkommen
türkisch
Hauptverbreitung
Türkei

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname zum türkischen Rufnamen Abay. Ein Namenratgeber aus der Zeit der Einführung von Familiennamen in der Türkei gibt Abay als Namen eines Nachkommen Dschingis Khans an (siehe Atalay 1935, Seite 10).
  2. Benennung nach Rufnamenmuster zu türkisch abay ‘Vorsicht’. Die Benennung erfolgte nach dem Muster alter türkischer Rufnamen, die oft Eigenschaften bezeichneten, die man den Namenträgern wünschte. Das Wort existiert im modernen türkischen Sprachgebrauch nicht, wird aber in Namenratgebern aus der Zeit der Einführung von Familiennamen in der Türkei (siehe Atalay 1935, Seite 138 und Uraz 1935, Seite 35) sowie im Türkisch-Osmanischen Taschenwörterbuch der Türkischen Sprachkommission (siehe Türk Dil Kurumu 1935, Seite 1) in dieser Bedeutung angegeben. Letzteres war im Zuge der türkischen Sprachreform entstanden und hatte zum Ziel, vor allem arabische und persische Lehnwörter durch genuin turksprachige zu ersetzen. Zu diesem Zweck wurden dort Wörter aus anderen Turksprachen sowie aus alten türkischen Quellen zur Verwendung im Türkischen vorgeschlagen. Abay wurde so in den türkischen Familiennamenschatz aufgenommen, konnte sich im nicht-onymischen Wortschatz aber nicht durchsetzen.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum türkischen Siedlungsnamen Abay. Ein Dorf im Landkreis Taşköprü (Provinz Kastamonu) ist schon 1928, also vor der Einführung von Familiennamen in der Türkei (1934), mit diesem Namen belegt (Index Anatolicus, letzter Zugriff: 25.07.2019) und kann namengebend gewesen sein.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Türkei

Häufigkeit
13982
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2014
Quelle
forebears.io/surnames/abay, letzter Zugriff 25.07.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Atalay, Besim (1935): Türk Büyükleri veya Türk Adları. Istanbul. Hier S. 10 und 138.
  • Türk Dil Kurumu (1935): Türkçeden Osmanlıcaya Cep Kılavuzu. Istanbul. Hier S. 1.
  • Uraz, Murad (1935): Türk adları. Istanbul. Hier S. 35.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Mehmet Aydin
Veröffentlichungsdatum
15.10.2019
Zitierhinweis

Aydin, Mehmet, Abay, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/59439/1 >