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Frieling

Allgemeines

Häufigkeit
646
Rang
5465
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelniederdeutsch vrilink ‘freier Mann’. Es ist nicht geklärt, ob der Begriff vrilink ausschließlich den Freigelassenen oder auch den Freigeborenen bezeichnet (siehe hierzu Deutsches Wörterbuch, letzter Zugriff: 01.03.2016; Deutsches Rechtswörterbuch, letzter Zugriff: 01.03.2016).
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Frilo, einer Kurzform von Friedrich . Zur Etymologie siehe Friedrich 1. Es liegt ein Derivat mit patronymischem Suffix -ing vor.
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Frieling. Der Rufname basiert auf altfriesisch frīling ‘freier Mann’(siehe Tammena 2009, Seite 717; Ebeling 1984, Seite 77, Seite 80). Diese Deutung kommt für die Namenvorkommen in Ostfriesland in Betracht.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Frielingen (Stadtteil von Garbsen, Niedersachsen; zum Soltauer Stadtteil Woltem gehöriger Weiler, Niedersachsen; Ortsteil der Gemeinde Kirchheim, Hessen). Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 526) kommt nur in Einzelfällen in Betracht, da die betreffenden Siedlungen sehr klein sind und der Familienname in diesen Regionen selten vorkommt. Ein Siedlungsname Frieling (Westfalen) (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 259) ist nicht auffindbar.

Historischer Namenbeleg

Sifridus et Frilingus (Rufname)

Belegjahr
1303
Belegort
Frankenberg (Eder)
Quellenangabe
Bahlow, 1985, Seite 148.

Henning Vryling

Belegjahr
1382
Belegort
Goslar
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 526.

Johan Frylynck

Belegjahr
1504
Belegort
Coesfeld
Quellenangabe
Kewitz, 1999, Seite 121.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 148.
  • Ebeling, Rudolf A. (1984): Familiennamen im Landkreis Leer um 1940. Teil 2: Namenlandschaft. Groningen; Aurich. Hier S. 77 und 80.
  • Kewitz, Bernhard (1999): Coesfelder Beinamen und Familiennamen vom 14. bis 16. Jahrhundert. Heidelberg. Hier S. 121.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 259.
  • Tammena, Manno Peters (2009): Namengebung in Ostfriesland. Personennamen, patronymische Namen: Ursprung, Entwicklung, Niedergang. Norden. Hier S. 717.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 526.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
02.06.2020
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Frieling, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/5471/1 >