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Huber

Allgemeines

Häufigkeit
31369
Rang
41
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland
Österreich
Schweiz

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch huober , huobener , huobner ‘Besitzer eines Bauerngutes, einer Hufe, Erblehenbauer’. Für die Bezeichnung mittelhochdeutsch huobe mittelniederdeutsch hove setzte sich in der Neuzeit standardsprachlich die Form Hufe durch. Damit wird ein Flächenmaß im Ackerbau bezeichnet, das ein einzelner Bauer mit einem Pflug bewirtschaften kann; zumeist wird es in einer Größenordnung von etwa 30 Morgen angegeben, wobei jedoch regional und zeitlich große Unterschiede auszumachen sind (siehe hierzu Deutsches Wörterbuch, letzter Zugriff: 29.03.2016). Der Familienname Huber ist schwerpunktmäßig im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet verbreitet; er ist der zweithäufigste in Österreich.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Hub (sehr häufig in Bayern und Österreich, vereinzelt auch in Baden-Württemberg und in der Schweiz). Da alle diese Siedlungen sehr klein sind, kommen sie als Benennungsmotiv nur in Einzelfällen in Betracht.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch hover , einer Nebenform zu mittelhochdeutsch hocker , hoger ‘Höcker, Buckel’ für jemanden, der an einem Hügel wohnt. Zoder 1968, Band 1, Seite 785 versieht diese Deutung mit einem Fragezeichen.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch hover , einer Nebenform zu mittelhochdeutsch hocker , hoger ‘Höcker, Buckel’ für jemanden mit einem auffälligen, buckeligen Rücken. Zoder 1968, Band 1, Seite 785 versieht diese Deutung mit einem Fragezeichen.
  3. Benennung nach Rufname, siehe Hubert 1. Es liegt eine Lautvariante mit Wegfall von -t vor.

Historischer Namenbeleg

Chůnrat dir hůber

Belegjahr
1273
Belegort
Kleinbasel
Quellenangabe
Socin, 1966, Seite 475.

Nycla und Ulr. die Hůbaͤr

Belegjahr
1359
Belegort
Regensburg
Quellenangabe
Kohlheim, 1990, Seite 76.

Hanns Hueber, urtailschreiber

Belegjahr
1474
Belegort
Wien
Quellenangabe
Linsberger, 2012, Seite 324.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
12498
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Schweiz

Häufigkeit
9206
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2008
Quelle
verwandt.ch, letzter Zugriff 29.03.2016.

Frankreich

Häufigkeit
1544
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 29.03.2016.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Ebner, Jakob (2015): Wörterbuch historischer Berufsbezeichnungen. Berlin. Hier S. 323.
  • Kohlheim, Rosa (1990): Regensburger Beinamen des 12. bis 14. Jahrhunderts. Beinamen aus Berufs-, Amts- und Standesbezeichnungen. Hamburg. Hier S. 76.
  • Kollmann, Cristian/Gilles, Peter/Muller, Claire (2016): Luxemburger Familiennamenbuch. Berlin, Boston. Hier S. 157.
  • Kunze, Konrad (2003): dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. 4. Auflage. München. Hier S. 70 und 198-199.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 2-11 und 37-39.
  • Linsberger, Axel (2012): Wiener Personennamen. Ruf-, Bei- und Familiennamen des 15. Jahrhunderts aus Wiener Quellen. Frankfurt am Main. Hier S. 324.
  • Socin, Adolf (1966): Mittelhochdeutsches Namenbuch. Hildesheim. Hier S. 475.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 785.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
01.04.2020
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Huber, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/41/1 >