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Jordan

Allgemeines

Häufigkeit
6536
Rang
357
Sprachvorkommen
deutsch
englisch
französisch
spanisch
polnisch
ungarisch
Hauptverbreitung
Deutschland
USA
Großbritannien
Frankreich
Spanien
Polen
Ungarn

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Jordan. Dieser geht auf den Namen des Flusses in Palästina zurück, in dem Jesus getauft wurde. Als Rufname ist Jordan in christlichen Inschriften seit dem 2. Jahrhundert bekannt und wurde in die abendländische Namengebung seit den Kreuzzügen übernommen, als Jordanwasser mitgebracht und zur Taufe verwendet wurde. Zur Verbreitung des Rufnamens im deutschen Sprachgebiet hat beigetragen, dass ähnlich lautende germanische Rufnamen bereits bekannt waren (siehe Deutung 2). Der Familienname kann auch durch Zuwanderung nach Deutschland gekommen sein, vor allem aus dem englischen, französischen, spanischen, polnischen und ungarischen (hier Eindeutschung des Familiennamens Jordán) Sprachgebiet.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu germanischen Rufnamen wie Jordanes oder Jornandes unklaren Ursprungs(siehe Förstemann 1966, Band 1, Spalte 980-981).

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Gordian, einem Rufnamen lateinischen Ursprungs, der auf einen Beinamen zurückgeht (< griechisch Gordion , die antike Hauptstadt Phrygiens), siehe Gordian 1.

Historischer Namenbeleg

Jordan (Rufname)

Belegjahr
1160
Belegort
Hildesheim
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 820.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

USA

Häufigkeit
197212
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2000
Quelle
surnamedb.com, letzter Zugriff 27.01.2017.

Großbritannien

Häufigkeit
21881
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1998
Quelle
gbnames.publicprofiler.org, letzter Zugriff 27.01.2017.

Spanien

Häufigkeit des Namens in erster Position:
8617
Häufigkeit des Namens in zweiter Position:
8341
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2010
Quelle
ine.es, letzter Zugriff 27.01.2017.

Polen

Häufigkeit
1350
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
moikrewni.pl/mapa/, letzter Zugriff 27.01.2017.

Frankreich

Häufigkeit
652
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 27.01.2017.

Historische Verbreitung

Jordan war 1942 auch östlich von Oder und Neiße häufig (siehe Genevolu, letzter Zugriff: 30.01.2017).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 778.
  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 980-981.
  • Hanks, Patrick (2003): Dictionary of American Family Names. Band 2. Oxford, New York. Hier S. 255.
  • Huber, Konrad (1986): Die Personennamen Graubündens. Mit Ausblicken auf Nachbargebiete. Teil 1. Bern. Hier S. 264-265.
  • Kohlheim, Volker (1977): Regensburger Rufnamen des 13. und 14. Jahrhunderts. Linguistische und sozio-onomastische Untersuchungen zu Struktur und Motivik spätmittelalterlicher Anthroponyme. Wiesbaden. Hier S. 259-260.
  • Littger, Klaus Walter (1975): Studien zum Auftreten der Heiligennamen im Rheinland. München. Hier S. 206.
  • Menk, Lars (2005): A Dictionary of German-Jewish Surnames. Bergenfield. Hier S. 402.
  • Seibicke, Wilfried (1998): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 2: F-K. Berlin und New York. Hier S. 593-594.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 819-820.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
01.04.2020
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Jordan, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/357/1 >