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Klose

Allgemeines

Häufigkeit
7467
Rang
296
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Klose, einer Kurzform des Rufnamens Nikolaus. Zum Rufnamen siehe Nikolaus 1.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch klūse, klūs, kliuse, klōse ‘Klause, Einsiedelei, Kloster, Behausung, Felsspalte, Kluft, Engpass, Schleuse’ für jemanden, der an einer solchen Stelle wohnte.
  2. Benennung nach Übername, siehe Kloß 1. Es liegt eine Lautvariante vor.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer deutschen Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch hlūt, altsächsisch hlūd ‘laut, berühmt’ zu Vollformen wie Chlodwig. Es liegt ein Diminutiv mit dem Suffix -ze vor (vergleiche Lotze 1). Diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 293, Seite 335) ist weitgehend auszuschließen, weil Anlaut K für Namen mit althochdeutsch hlūt, altsächsisch hlūd und <s> statt Suffix -z sehr ungewöhnlich wäre.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer deutschen Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch liut, altsächsisch liud ‘Volk’ zu Vollformen wie Ludolf oder Ludbert. Es liegt ein Diminutiv mit dem Suffix -ze vor (vergleiche Lutz 2). Diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 293, Seite 335) ist weitgehend auszuschließen, weil Anlaut K für Namen mit althochdeutsch hlūt, altsächsisch hlūd und <s> statt Suffix -z sehr ungewöhnlich wäre.

Historischer Namenbeleg

Nicolaus alias Klose

Belegjahr
1444
Belegort
bei Neiße
Quellenangabe
Bahlow, 1985, Seite 285.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Polen

Häufigkeit
564
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
moikrewni.pl/mapa/, letzter Zugriff 22.11.2017.

Historische Verbreitung

Klose war 1942 in Schlesien konzentriert (Genevolu, letzter Zugriff: 22.11.2017).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1953): Schlesisches Namenbuch. Kitzingen. Hier S. 64.
  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 285 und 356 und 358.
  • Dräger, Kathrin (2013): Familiennamen aus dem Rufnamen Nikolaus in Deutschland. Regensburg. Hier S. 38 und 44-45 und 53-54 und 67-70 und 79-82 und 89-91 und 109-110 und 178-179.
  • Dräger, Kathrin (2013): CD-Rom-Beilage. In: Familiennamen aus dem Rufnamen Nikolaus in Deutschland. Regensburg.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 293 und 335.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
01.12.2018
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Klose, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/296/1 >