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Markgraf

Allgemeines

Häufigkeit
1232
Rang
2647
Sprachvorkommen
deutsch
Herkunftsland
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch marcgrāve, mittelniederdeutsch markgrēve ‘königlicher Richter und Verwalter eines Grenzlandes, Markgraf’. Es kann sich um den Richter oder Verwalter einer Mark bzw. eines Grenzgebietes handeln sowie um jemanden, der Beziehungen zu einem Markgraf pflegt (indem er z.B. in dessen Dienstverhältnis steht).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch marcgrāve, mittelniederdeutsch markgrēve ‘königlicher Richter und Verwalter eines Grenzlandes, Markgraf’ nach Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die an einen Markgrafen erinnern (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 414). Vereinzelt könnte auch der uneheliche Sohn eines Markgrafen gemeint sein (siehe Bahlow 1985, Seite 182).

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 182.
  • Ebner, Jakob (2015): Wörterbuch historischer Berufsbezeichnungen. Berlin. Hier S. 471.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 414.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 53-54.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 616-619.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Stefanie Brandmüller
Veröffentlichungsdatum
15.10.2017
Zitierhinweis

Brandmüller, Stefanie, Markgraf, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2647/1 >