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Hosp

Allgemeines

Häufigkeit
156
Rang
24186
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Österreich
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu oberdeutsch Hospes , Hoschpes ‘sonderbarer Mensch, Narr’, entlehnt aus lateinisch hospes ‘Wirt; Gast, Fremder’, das vermutlich über das Klosterlatein in die Umgangssprache gelangte (siehe Finsterwalder 1994, Seite 335). Die größte Verbreitung des Familiennamens findet sich in Tirol.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Beruf, siehe Hospes 1. Es liegt eine morphologische Variante mit Wegfall des lateinischen Suffixes -es vor. Aufgrund der für Humanistennamen untypischen Verbreitung und der früh belegten Verkürzung der lateinischen Form (siehe Historische Belege), die dazu führt, dass diese kaum noch als solche zu erkennen ist, ist diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 260) eher abzulehnen.

Historischer Namenbeleg

Stef. Hoschp uss Berwang

Belegjahr
1427
Belegort
Berwang (Tirol)
Quellenangabe
Finsterwalder, 1994, Seite 335.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
402
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Finsterwalder, Karl (1994): Tiroler Familiennamenkunde. Sprach- und Kulturgeschichte von Personen-, Familien- und Hofnamen; mit einem Namenlexikon. Innsbruck. Hier S. 335.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 260.
  • Tarneller, Josef (1923): Zur Namenkunde. I. Tiroler Familiennamen. II. Deutsche Stammwörter. Bozen. Hier S. 60.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
15.11.2019
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Hosp, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/24187/1 >