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Schiller

Allgemeines

Häufigkeit
8763
Rang
234
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch schilhen , schillen , schilen schilchen ‘schielen’ für jemanden mit einem auffälligen Augendefekt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf, siehe Schilder 1. Es handelt sich um eine Lautvariante mit Assimilation ld > ll . Diese Deutung kann vor allem für die Vorkommen im niederdeutschen Raum zutreffen.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch schilher ‘eine Art Taft, Schillertaft’ für den Hersteller oder Händler dieses Stoffes.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Schill (Schlesien, heute Sadowice, Woiwodschaft Niederschlesien), Schillen (historisch Szillen, zwei Siedlungsnamen in Ostpreußen). Da die Siedlungen diese Namenformen zum Teil erst im 20. Jahrhundert erhielten, ist diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 511) weitgehend auszuschließen.
  2. Benennung nach Wohnstätte zum Örtlichkeitsnamen Schillen. Zoder führt Örtlichkeitsnamen aus dem Wendland an, allerdings ist der Familienname dort nur spärlich verbreitet, so dass die Deutung ausgeschlossen werden kann (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 511).

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
981
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Polen

Häufigkeit
461
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 9909.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Ebner, Jakob (2015): Wörterbuch historischer Berufsbezeichnungen. Berlin. Hier S. 645.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 787-788 und 807-809.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanich w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 9909.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 511.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.02.2020
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Schiller, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/234/1 >