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Albinus

Allgemeines

Häufigkeit
212
Rang
17838
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname, siehe Albin 1. Es handelt sich um eine Latinisierung mit dem lateinischen Suffix -us . Zum Heiligennamen Albinus siehe Deutung 4.
  2. Benennung nach Übername zu mittellateinisch albinus ‘weiß’. Es handelt sich um eine Latinisierung deutscher Familiennamen wie Weiß (vergleiche Weiß 1). Der sächsische Geschichtsschreiber Petrus Weis (1543-1598) nannte sich auch Petrus Albinus (Deutsche Biographie, letzter Zugriff: 15.08.2017).
  3. Benennung nach Beruf zu mittellateinisch albinus ‘weiß’. Es handelt sich um eine Latinisierung deutscher Familiennamen wie Weißer (vergleiche Weißer 1). Die korrekte Übersetzung wäre jedoch lateinisch albarius ‘Weißer, Tüncher’.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum lateinischen Rufnamen Albinus. Der Rufname basiert auf lateinisch albus ‘weiß’, das zu albinus erweitert wurde (siehe Seibicke 1996, Band 1, Seite 63). Über den Beinamen (cognomen), den zahlreiche römische Politiker trugen (unter anderem Ceionius Rufius Albinus, Konsul im Jahr 335, Stadtpräfekt von Rom 335-337), wurde der Beiname zum Rufnamen und könnte so auch dem Namen eines Heiligen Albinus von Angers (um 469-550) sowie anderer gleichnamiger Heiliger zugrunde liegen. Möglich ist jedoch auch, dass der Heiligenname auf den germanischen Rufnamen Albin zurückgeht (vergleiche Deutung 1).

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Niederlande

Häufigkeit
74
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 10.08.2017.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 18.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2014): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Namen. 4 Auflage. Berlin [u.a.]. Hier S. 50.
  • Seibicke, Wilfried (1996): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 1: A-E. Berlin und New York. Hier S. 63.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
15.09.2019
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Albinus, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/17853/1 >