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Ratzlaff

Allgemeines

Häufigkeit
226
Rang
16718
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum pomoranischen Rufnamen Radslav, einer kontrahierten Form des slawischen Rufnamens Radoslav. Der Rufname Radoslav setzt sich aus den Namengliedern rad- (< urslawisch *radъ ‘froh’) und slav- (< urslawisch *slava ‘Ruhm, Ehre’) zusammen. Der Rufname und der daraus entstandene Familienname liegen hier in lautlich eingedeutschter Form vor.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum pomoranischen Rufnamen Ratslav, einer kontrahierten Form des slawischen Rufnamens Ratislav. Der Rufname Ratislav setzt sich aus den Namengliedern rat'- (< altslawisch *ratь ‘Kampf’ bzw *ratiti sę ‘kämpfen’) und slav- (< urslawisch *slava ‘Ruhm, Ehre’) zusammen. Der Rufname und der daraus entstandene Familienname liegen hier in lautlich eingedeutschter Form vor.

Historischer Namenbeleg

Ratzlaus de Bart (Rufname)

Belegjahr
1242
Belegort
Rügen
Quellenangabe
Schlimpert, 1978, Seite 113.

Carl Wilhelm Ratzlaff

Belegjahr
1812
Belegort
Langen (Kreis Belgard, Pommern)
Quellenangabe
www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=schivelbein&ID=I61466&nachname=Ratzlaff&lang=de, letzter Zugriff: 17.07.2018.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Peters, Victor/Thiessen, Jack (1987): Mennonitische Namen. Mennonite Names. Band 37. Marburg. Hier S. 105.
  • Schlimpert, Gerhard (1978): Slawische Personennamen in mittelalterlichen Quellen zur deutschen Geschichte. Berlin. Hier S. 113.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Veröffentlichungsdatum
15.09.2019
Zitierhinweis

Schiller, Christiane, Ratzlaff, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/16724/1 >