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Brandis

Allgemeines

Häufigkeit
292
Rang
12764
Sprachvorkommen
deutsch
Herkunftsland
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Brandis östlich von Leipzig in Sachsen und nördlich von Herzberg in Brandenburg sowie zur Burg Brandis bei Lützelflüh in der Schweiz.
  2. Benennung nach Rufname, siehe Brandes 1. Es liegt eine Lautvariante vor. „Das i der Endsilbe stellt sich erst später ein, setzt sich dann aber, zumal in der bekannten Hildesheimer Bürgerfamilie, wohl in Anlehnung an die Form des O[rts]N[amens] Brandis [vergleiche Deutung 1], durch“ (Zoder 1968, Band 1, Seite 289).

Historischer Namenbeleg

Wolffhart von Brandis

Belegjahr
1413
Belegort
Bludesch (Schweiz)
Quellenangabe
Huber, 1986, Seite 565.

Nickel Brandis

Belegjahr
1479/80
Belegort
Oschatz
Quellenangabe
Neumann, 1981, Seite 28.

Johanni Brandes

Belegjahr
1377
Belegort
Göttingen

=

relicta quondam Johannis Brandis

Belegjahr
1390
Belegort
Göttingen
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 300.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Dänemark

Häufigkeit
25
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2015
Quelle
danskernesnavne.navneforskning.ku.dk, letzter Zugriff 19.11.2016.

Österreich

Häufigkeit
15
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Schweiz

Häufigkeit
4
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2008
Quelle
verwandt.ch, letzter Zugriff 19.11.2016.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Huber, Konrad (1986): Die Personennamen Graubündens. Mit Ausblicken auf Nachbargebiete. Teil 2. Bern. Hier S. 565.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 755.
  • Neumann, Isolde (1981): Die Familiennamen der Stadtbewohner in den Kreisen Oschatz, Riesa und Grossenhain bis 1600. Berlin. Hier S. 28.
  • Solluntsch, Marit (1991): Bei- und Familiennamen der Stadt Leipzig von den Anfängen bis 1500. Teil II: Namenbuch. Leipzig. Hier S. 18.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 289 und 300.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.10.2017
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Brandis, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/12803/1 >