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Müller

Allgemeines

Häufigkeit
256003
Rang
1
Sprachvorkommen
deutsch
Herkunftsland
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch mülnære, mülner, müller, muller, möller, mittelniederdeutsch molner, molre, moller ‘Müller’, das aus lateinisch molīnārius ‘Müller’ entlehnt wurde. Es handelt sich um den Betreiber einer Mühle. Gelegentlich wurde auch der Besitzer oder Pächter einer Mühle als Müller bezeichnet. Müller ist der häufigste Familienname in Deutschland. Die Vorkommen im niederdeutschen Raum basieren auf Verhochdeutschung.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zu Siedlungsnamen wie Mühl oder Müllen.
  2. Benennung nach Wohnstätte zu Örtlichkeitsnamen wie Mühle.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Schweiz

Häufigkeit
25870
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2008
Quelle
verwandt.ch, letzter Zugriff 20.03.2015.

Österreich

Häufigkeit
9502
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Belgien

Häufigkeit
3354
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1998
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 12.06.2012.

Dänemark

Häufigkeit
2712
Angaben zur Quelle
Jahr der Quelle
2005
Quelle
danskernesnavne.navneforskning.ku.dk, letzter Zugriff 12.06.2012.

Niederlande

Häufigkeit
1993
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
www.cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 12.06.2012.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Ebner, Jakob (2015): Wörterbuch historischer Berufsbezeichnungen. Berlin. Hier S. 496.
  • Goossens, Jan (1996): Familiennamengeographie. In: Eichler, Ernst/Hilty, Gerold/Löffler, Heinrich (Hrsg.): Namenforschung Vol. 2 + Index. Band 2. Berlin [u.a.], S. 1141-1153. Hier S. 1144.
  • Kunze, Konrad (2001): Zur Verbreitung der häufigsten deutschen Familiennamen. In: Eichhoff, Jürgen/Seibicke, Wilfried/Wolffsohn, Michael (Hrsg.): Name und Gesellschaft. Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung. Band 2. Mannheim [u.a.], S. 179-208. Hier S. 182-184.
  • Kunze, Konrad (2004): dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. 5. Auflage. München. Hier S. 111.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 254-273.
  • Linnartz, Kaspar (1958): Unsere Familiennamen. Bd. 1: Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 3., stark vermehrte Auflage. Bonn [u.a.]. Hier S. 156.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Stefanie Brandmüller
Simone Peschke
Veröffentlichungsdatum
15.05.2018
Zitierhinweis

Brandmüller, Stefanie und Peschke, Simone, Müller, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/1/1 >