Benutzerhinweise & Hilfe

1. Suchen / Nachschlagen / “Wie kann gesucht werden?”

Einfache Suche

Über einen Suchschlitz besteht die Möglichkeit nach einem konkreten Namen oder Namen mit bestimmten Bestandteilen, wie etwa alle Namen, die “meyer” enthalten, zu suchen.

Suche nach konkretem Namen

Die Standardeinstellung der einfachen Suche ist “Exakte Zeichenkette”, womit nach einem konkreten Namen gesucht werden kann.

In den Suchergebnissen werden auch Schreibungen mit Sonderzeichen, wie etwa einem Akzent, angezeigt. Die Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert.

Suche nach Namenbestandteilen

Neben der Standardeinstellung der einfachen Suche “Exakte Zeichenkette”, können Suchmöglichkeiten auch angepasst werden, um nach Namenbestandteilen zu suchen.

Dies ist über eine Abkürzung des Suchbegriffs am Anfang, Ende oder beidseitig über die entsprechende Auswahl unter dem Suchschlitz möglich.

  • Wenn Namen gesucht werden, die eine bestimmte Zeichenkette am Ende des Namens gemeinsam haben, ist die Auswahl “Endet mit” zu wählen. Zum Beispiel ergibt die Suche nach dem Namenbestandteil meyer alle Namen die mit meyer (z. B. Bergmeyer) enden.
  • Wenn Namen gesucht werden, die eine bestimmte Zeichenkette am Anfang des Namens gemeinsam haben, ist die Auswahl "Beginnt mit” zu wählen. Zum Beispiel ergibt die Suche nach dem Namenbestandteil darm alle Namen die mit Darm/darm (z. B. Darmstädter) beginnen.
  • Wenn Namen gesucht werden, die eine bestimmte Zeichenkette an irgendeiner Stelle des Namens gemeinsam haben, ist die Auswahl “Enthält” zu wählen. Zum Beispiel ergibt die Suche nach dem Namenbestandteil bach alle Namen die bach (Bachschmidt, Steinbacher) enthalten.

Erweiterte Suche

Die Funktionen der erweiterten Suche befinden sich noch in der Entwicklung.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird es möglich sein, nach einzelnen und kombinierten Informationen, die auf Artikel zutreffen, zu suchen (zum Beispiel nach grammatischen Merkmalen oder nach Herkunftssprachen).

2. Artikel

Allgemeines

Häufigkeit

Die Häufigkeit eines Namens ergibt sich aus der Anzahl Telefonanschlüsse der Telekom, Stand 2005. Da sich nach Angaben der Telekom durchschnittlich 2,8 Personen einen Telefonanschluss teilten, kann man die Häufigkeitsangabe mal 2,8 nehmen, um die ungefähre Zahl der Namenträger und Namenträgerinnen zu erhalten.

Rang

Der Rang eines Namen ergibt sich aus der Häufigkeit des Namens. Je häufiger der Name, desto höher ist der Rang. Die Rangordnung ist olympisch, das bedeutet, dass alle Namen mit der gleichen Häufigkeit sich einen Rang teilen. Der Name mit der nächstniedrigeren Häufigkeit erhält die Rangnummer, die sich nach der mehrfach besetzten Rangnummer ergibt. Ein Beispiel: 3 Namen teilen sich Rang 100, da sie alle die Häufigkeit XY haben. Der Name mit der Häufigkeit XY-1 hat deshalb den Rang 104.

Sprachvorkommen

Die Informationen des Sprachvorkommens geben an, in welcher Sprachkultur der Name in dieser Form entstanden ist bzw. transportiert wurde. Das heißt zum Beispiel, dass Eindeutschungen wie Schimanski, Dümont die Herkunftssprache "deutsch" erhalten, da die starke Eindeutschung in der Schreibung es nicht mehr zulässt, den Namen als polnisch bzw. französisch einzuordnen. Ist der sprachliche Entstehungshintergrund nicht zweifelsfrei feststellbar, werden keine Angaben gemacht.

Hauptverbreitung

Die Angabe des Hauptverbreitung bezieht sich auf die staatliche Einheit, in der der Name in seiner aktuellen Form entstanden ist bzw. hauptsächlich vorkommt. Die Angabe des Herkunftslandes gilt für aktuelle Länder. Ist die geographische Verbreitung nicht zweifelsfrei feststellbar, werden keine Angaben gemacht.

Herkunftsregion

Die Informationen über die Herkunftsregion geben an, in welcher Entstehungsregion der Name in dieser Form entstanden ist. Die Region (z.B. Italien - Sardinien) wird angegeben, um die sprachliche und regionale Zuordnung im Herkunftsland zu präzisieren. Wenn die historische Herkunftsregion keinem Land mehr zugeordnet werden kann, weil es heute keine entsprechende Ländergrenze gibt, wird ebenfalls die Region angegeben. Dies ist zum Beispiel oft bei baltischen Namen der Fall, wenn sich Sprachgrenzen und Ländergrenzen (z.B. für Ostpreußen) verschoben haben.

Etymologie

Einteilung von Bedeutungen

Bedeutungen werden nach Abstufungen der Wahrscheinlichkeit und der Sicherheit der Deutung in vier Kategorien unterschieden: “Hauptbedeutung”, “In Einzelfällen”, “Deutung unsicher” und “Weitgehend auszuschließen”.

Verschiedene Bedeutungen werden angesetzt, wenn verschiedene sprachliche Grundformen (Etymon) des Namens oder unterschiedliche Benennungsmotive vorliegen.

  1. Hauptbedeutung: Deutungen, die unter "Hauptbedeutung" angegeben werden, erklären alle oder die Mehrheit der Fälle. Die als Hauptbedeutung eingestuften Deutungen sind ausreichend sprachlich gesichert und gestützt durch Belege in den frequentierten Standardwerken und Recherchen in weiterführender Literatur. Die Position Hauptbedeutung muss in einem Artikel nicht zwingend besetzt sein (es können z.B. auch nur unsichere Deutungen vorliegen). Es können auch mehrere Hauptbedeutungen in Frage kommen.
  2. In Einzelfällen: Deutungen, die unter "In Einzelfällen"“ eingeordnet werden, können grundsätzlich zutreffen, werden aber als deutlich seltener der Benennung zugrundeliegend eingestuft.
    So zum Beispiel der Name Schmidt mit der Hauptbedeutung: Berufsname zu mittelhochdeutsch smit 'Schmied', aber in Einzelfällen: Benennung nach Rufname. Hier liegt die Rufnamenkurzform Smido zugrunde. Die Deutungen für Einzelfälle können unter Umständen nur für einige oder wenige Namenträger_innen zutreffen.
  3. Deutung unsicher: Es wird ein Deutungsvorschlag gemacht, der aber nicht ausreichend abgesichert erscheint, um ihn unter "Hauptbedeutung" einzustufen. Dieser Deutungsvorschlag kann entweder auf der Recherche der Bearbeiterin/des Bearbeiters basieren oder findet sich in der frequentierten Literatur, wobei aber Zweifel bestehen, ob diese Deutung als gesichert einzustufen ist.
  4. Weitgehend auszuschließen: Es findet sich in der Standardliteratur ein Deutungsvorschlag, der als nicht zutreffend einzustufen ist, z.B. weil die geographische Verteilung des Familiennamens der sprachlichen Zuordnung widerspricht (z.B. niederdeutsche Deutung für einen süddeutschen Namen) oder sich keine ausreichende Belege für die sprachliche Entwicklung finden.

Einteilung von Artikelarten

Grundsätzlich werden Haupt- und Verweisartikel unterschieden. Als Hauptartikel wird in der Regel die häufigste oder eine standardnahe Form einer Namenstrecke gewählt, z. B. Haas als häufigste Namenvariante der Namenstrecke Hase, dagegen Weißhaupt als zweithäufigste, aber standardnahe Form der Namenstrecke weiß + Haupt. Hauptartikel sind ausführlicher als Verweisartikel. Im Verweisartikel folgt auf den Link zum Hauptartikel noch eine Angabe zur besonderen Form des Namens (z.B. ob es sich um eine Schreib- oder Lautvariante handelt). Die Informationen des Hauptartikels treffen in der Regel auch auf Verweisartikel zu. Ein Artikel kann auch gleichzeitig Haupt- und Verweisartikel sein, wenn z.B. eine Deutung neu hinzukommt und eine zweite Deutung auf einen anderen Artikel verweist.

Sprachliche Grundform (Etymon)

Zur sprachlichen Deutung eines Familiennamens dient die Angabe der sprachlichen Grundform, des Etymons. Für deutsche Familiennamen sind als historische Sprachstufen in der Regel Mittelhochdeutsch und Mittelniederdeutsch für die etymologische Angabe zu berücksichtigen. Ältere Sprachstufen sind für die Deutung der im Mittelalter entstandenen Familiennamen nicht maßgeblich. Basieren Familiennamen auf deutschen Rufnamen und Rufnamenelementen, werden deren Grundformen in Althochdeutsch bzw. Altsächsisch angegeben.Sollte ein Etymon in dieser Standardsprachstufe nicht nachgewiesen sein, kann in diesem Fall das Etymon in der nächstälteren oder -jüngeren Sprachstufe (z. B. althochdeutsch bzw. Frühneuhochdeutsch) angegeben werden.

Historischer Beleg

Zur Unterstützung und Festigung der sprachlichen Klärung eines Namens kann ein historischer Beleg dienen. Historische Belege werden aus Namenbüchern, Ortsfamilienbüchern und historischen Adressbüchern ermittelt. Im Vordergrund steht der Nachweis, dass der Name in einer bestimmten Schreibung oder Region vorkommt. Eine zeitaufwändige, flächendeckende Dokumentation kann nicht erfolgen. In erster Linie bietet der historische Beleg nur einen ersten Einblick in vorhandenen Quellen und Recherchemöglichkeiten. Bei unstrittigen Namendeutungen entfallen in der Regel die Einträge in die historischen Belege. 

Namengleichung

Die Namengleichung ist ein besonderer Fall des historischen Belegs mit maximal drei Belegen. Diese Belege beziehen sich jeweils auf die gleiche Person mit beispielsweise anderer Schreibung des Namens, weshalb sie gleichzusetzen sind.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Die Verbreitung innerhalb Deutschlands zeigt den Namen des Artikels als Verbreitungskarte. Für detaillierte Informationen zur Kartierung siehe Abschnitt 4 “Kartierung”.

Zur Ergänzung der Karte kann ein Kommentar zur Karte dargestellt sein. Hier werden Erläuterungen zur Darstellung angeboten oder zusätzliche Informationen zum Karteninhalt bereitgestellt.

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Die Verbreitung eines Namens außerhalb Deutschlands beinhaltet Angaben darüber, wie häufig der Name in den Herkunfts- und Nachbarländern vorkommt sowie die Quelle, worauf diese Häufigkeitsangaben basieren. Bei mehrteiligen Familiennamen, wie den spanischen Namen, können auch getrennte Häufigkeitsangaben angegeben werden. In einem Kommentar können abweichende Schreibungen in den Herkunftsländern vermerkt sein. So werden beispielsweise Akzente oft nicht mit in die deutsche Schreibung übernommen, während die Namen in den Herkunftsländern immer mit Akzenten geschrieben sind. 

Durch die Angaben zur Verbreitung im Ausland wird die Deutung des Namens weiter gestützt. Wenn beispielsweise Namen, die hauptsächlich an der deutsch-französischen Grenze angesiedelt sind, auch in Frankreich vorkommen, untermauert das die Deutung, für diese Namen einen französischen Ursprung anzunehmen. Die Angaben zur Verbreitung sind fakultativ und müssen nicht in jedem Namenartikel angegeben werden.

Historische Verbreitung

Die historische Verbreitung wird angegeben, wenn man von einer starken Verbreitung/Entstehung außerhalb Deutschlands ausgehen kann, wie etwa bei Scholz, eine typisch schlesische Variante von Schulz, und wenn diese Angabe wichtig für die Namendeutung ist. In vielen Fällen ist eine Angabe, dass der Name eine historisch weiterräumigere Verbreitung hatte, allerdings nicht zwingend nötig (z.B. beim Namen Schmid, der vor 1942 neben seiner Hauptverbreitung in Süddeutschland auch in Böhmen und Mähren belegt ist).

Verwandte Artikel

Die verwandten Artikel bilden eine Auswahl an Namenartikeln, die dem behandelten Familiennamen ähneln. Das kann eine sprachlich-formale Ähnlichkeit sein (Meyer und Mayer) oder eine thematisch-inhaltliche Ähnlichkeit, aufgrund einer Bedeutungsgleichheit/-überschneidung (Metzger und Fleischer) oder aufgrund des gleichen Gegenstandbereichs (z.B. Fleischer und Wurster).

Literatur

Die Literaturangaben in einem Artikel bieten eine Auswahl an Fachliteratur zum behandelten Namen sowie ergänzende Veröffentlichungen und Quellen mit Hintergrundinformationen zum Thema (auch als Weblinks).

Metadaten

In den Metadaten sind Angaben über die Veröffentlichung des Artikels enthalten wie der Name der Verfasser_in und Datum der Veröffentlichung. 

Zitierhinweis

Der Zitierhinweis gibt an wie der Artikel zu zitieren ist. Er beinhaltet den Namen der Autor_in des Artikels, den Artikelnamen als Titel der Referenz sowie die Angabe des Digitalen Familiennamenwörterbuchs Deutschlands mit entsprechender URL. Der Artikel ist immer mit dem Datum des Abrufs zu zitieren.

3. Zusätzliche Informationen

Kategorien

Kategorien sind ein Mittel, Namen nach bestimmten Merkmalen einzuordnen und aufzufinden. Einem Namen können eine oder mehrere Kategorien zugeordnet sein. Das Kategoriensystem besteht aus Ober- und Unterkategorien, d.h. die Kategorien können ihrerseits wieder anderen Kategorien zugeordnet sein (Metzger: Beruf > Nahrungsmittelherstellung > Fleischer). Es werden nur Hauptbedeutungen bei der Kategorisierung berücksichtigt.

Durch die Kategorien erfolgt eine Einordnung der Namen in eine inhaltliche und eine grammatische Systematik (Peters: Rufname > griechisch-lateinischer Rufname > Petrus + Flexion > Genitiv > starker Genitiv). Eine Kategorie wird nur dann eingeführt, wenn sie mindestens 100 mehr Namen umfasst.

Thematische Informationen

Thematische Informationen dienen dazu, zusätzliche Informationen, die im direkten Zusammenhang mit Familiennamen stehen, genauer zu erklären. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die Entstehung und Entwicklung von Namen (besonders der nichtdeutschen Namen) oder auf grammatische und sprachliche Besonderheiten (z.B. Genitiv in Familiennamen, Namen auf –ert). Sie gehen über den Informationsgehalt von Wörterbuchartikeln hinaus und besitzen für mehrere Artikel Gültigkeit. Sie sind den jeweils thematisch zugehörigen Artikeln zugeordnet, können aber auch unabhängig in einer Gesamtliste recherchiert werden.

Glossar / Glossarbegriffe

Das Glossar ist eine Sammlung, in der Fachbegriffe erläutert werden. 

Im Artikel findet sich der Bereich “Fachbegriffe” und ein Link zum Glossar. Sämtliche Termini, die innerhalb der Bedeutungsangaben vorkommen, werden im Glossar genauer erklärt. Alle Fachbegriffe können bei Verständnisproblemen auch im Gesamtglossar unter dem Reiter "Wörterbuch" nachgeschlagen werden.

4. Kartierung

Alle Namen, die mehr als 5 Telefonanschlüsse aufweisen, werden kartiert und die Karte in den Artikel eingebunden. Die Datengrundlage bilden hierfür ebenfalls die Telefonanschlüsse der deutschen Telekom aus dem Jahr 2005. Die darin enthaltenen Namen sind mit der Postleitzahl ihres Vorkommens verknüpft. Die Kartierung erfolgt in der Regel deutschlandweit und auf der Grundlage dreistelliger Postleitzahlen. In vielen Fällen kann die Kartierung helfen die Deutung zu stützen und zu illustrieren. Bei seltenen oder nicht genuin in Deutschland entstandenen Namen ist das Kartenbild jedoch weniger klar und vorsichtig zu interpretieren.

5. Versionierung

Die Versionierung der Wörterbuchinhalte im DFD sieht vor, dass alle  inhaltlichen Änderungen eine neue Version rechtfertigen. Änderungen, die nur die formale Ebene betreffen, wie Rechtschreibkorrekturen oder Interpunktionsänderungen, werden nicht als neue Version hinterlegt. Deshalb ist der Artikel immer mit dem Datum des Abrufs zu zitieren.