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Zweite (oder hochdeutsche) Lautverschiebung

Die Zweite (oder auch hochdeutsche) Lautverschiebung bezeichnet eine Veränderung im germanischen Konsonantensystem, die etwa zwischen 500 bis 1000 n. Chr. erfolgte und bei der u.a. p, t, k zu pf/f, z/s, kch/ch verschoben wurden. Betroffen war nur das Althochdeutsche, das dadurch lautlich vom Niederdeutschen und allen anderen germanischen Sprachen (u.a. Englisch, Schwedisch, Niederländisch) getrennt wurde (vgl. englisch pepper - deutsch Pfeffer, englisch two - deutsch zwei, englisch cook - deutsch Koch). Die Durchsetzung des Lautwandels nimmt von Süden nach Norden hin ab, so dass die Veränderung im Konsonantensystem nur im Oberdeutschen (Alemannisch) konsequent durchgeführt ist, das Mitteldeutsche hat u.a. im Anlaut p bewahrt (vgl. oberdeutsch Pfeffer versus mitteldeutsch Peffer). Der Grad der Durchführung der Zweiten Lautverschiebung ist daher ein wichtiges Kriterium zur Einteilung der großen deutschen Dialekträume (Ober-, Mittel-, Niederdeutsch).

Metadaten

Daten zur Erstellung des Glossareintrags

AutorIn
Nikola Kunz
Mirjam Schmuck
Veröffentlichungsdatum
15.04.2017
Zitierhinweis

Kunz, Nikola und Schmuck, Mirjam, Zweite (oder hochdeutsche) Lautverschiebung, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/glossar/13/1 >